Episode 17: Mit Dirk Liesemer über Gehen in der Nacht

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Dirk Liesemer
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Nicola Wessinghage

An die 50 Wanderungen durch die Nacht hat der Journalist und Autor Dirk Liesemer für sein Buch „Streifzüge durch die Nacht“ unternommen, das 2020 im Piper Verlag erschienen ist. Er war in Deutschland, in der Schweiz und in Österreich unterwegs, vom Allgäu bis nach Amrum, im Gebirge genau wie am Meer, in Metropolen wie Zürich, München und Hamburg genau wie in ländlichen Gegenden oder im Ruhrgebiet.

Dirk Liesemer ist Journalist und Autor, er schreibt über Geschichte, Natur und Gesellschaft, unter anderem für mare, GEO, P.M. History, für das Feuilleton der F.A.Z. und für SPIEGEL Geschichte. Er hat vor „Streifzüge durch die Nacht“ schon zwei weitere Bücher herausgebracht.

Im Gespräch geht es unter anderem um die veränderte Wahrnehmung in der Nacht über die Sinnesorgane. Wir sprechen über die Furcht, die sich nachts fast automatisch einstellt, über die Begegnung mit sich selbst, über Erinnerungen an die Kindheit. Dirk berichtet über den Austausch mit Esoteriker*innen und mit Wissenschaftler*innen – und nicht zuletzt sind Wildschweine ein Thema dieser Episode.

Am Ende der Folge berichte ich von meiner eigenen Nachtwanderung auf Usedom – eher ein Spaziergang, und doch sehr eindrucksvoll.

Buchtipps von Dirk:

Gustave Flaubert: Die Reise nach Ägypten. Erschienen im Parthas Verlag Berlin, 2011.

Willi Winkler: Deutschland eine Winterreise. Rowohlt, Berlin, 2014.

Wolfgang Büscher: Berlin, Moskau. Rowohlt, Berlin, 2003.

Weitere Informationen zu diesem Podcast und Hinweise auf weitere Podcasts, Bücher und Links zum Thema Gehen auf der Website: www.lob-des-gehens.de

Was sich aus der Folge mitnehmen lässt:

• Warum es sich lohnt, nachts zu wandern oder zu spazieren zu gehen

• Wie sich die Sinneswahrnehmung ändert, wenn wir nachts unterwegs sind

• Wie man sich am besten verhält, wenn man einem Wildschwein in freier Natur begegnet

• Was es mit der Lichtverschmutzung auf sich hat

• Warum die Nacht heller ist, wenn der Himmel bewölkt ist

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Musik: Walking Dub von Mastermind XS aus Saarbrücken von ihrem Album “Keep on moving”, erschienen unter der Creative-Commons-Lizenz 4.0 (CC BY-NC-ND 4.0).

Ich freue mich über Feedback an mail(@)lob-des-gehens.de oder hier in den Kommentaren.

Episode 16: Bonusfolge. Auszüge aus „Streifzüge durch die Nacht“ von Dirk Liesemer.

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Nicola Wessinghage
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Loubna Bouharrour
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Dirk Liesemer

Auch im Juni gibt es bei „Lob des Gehens“ eine Bonusfolge: Eine Lesung als Einstimmung auf die nächste Episode, die in einer Woche erscheinen wird. Darin unterhalte ich mich dann mit Dirk Liesemer über das Gehen in der Nacht. Für sein Buch „Streifzüge durch die Nacht“, das 2020 im Piper Verlag erschienen ist, hat er viele verschiedene Nachtwanderungen unternommen, in Deutschland, der Schweiz und in Österreich. Seine Streifzüge beginnen im Winter, er wandert sich dann einmal durch alle Jahreszeiten, von Füssen im Allgäu bis nach Greifswald, durch Städte wie Zürich, durch die Weißen Nächte auf Usedom, im Teutoburger Wald bei den Externsteinen und auf der Nordseeinsel Amrum.

Dirk Liesemer arbeitet als Journalist und Buchautor und schreibt über Geschichte, Natur und Gesellschaft.

Loubna Bouharrour liest den zweiten Teil des Kapitels, in dem Dirk mit einem Jugendfreund durchs Ruhrgebiet wandert. Ein weiterer Auszug berichtet von seinen nächtlichen Ausflügen auf Amrum.

Das Gespräch mit Dirk Liesemer wird hier im Podcast am 18. Juni erscheinen.

Weitere Infos zum Buch und Fotos der Streifzüge

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Episode 15: Mit Lea Sauer und Özlem Özgül Dündar über die Flâneuse in den Städten

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Özlem Özgül Dündar
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Lea Sauer
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Nicola Wessinghage

Nach der Bonusfolg in der letzten Woche, in der die beiden Autorinnen und Herausgeberinnen Lea Sauer und Özlem Özgül Dündar aus ihrem Buch „Flexen. Flâneusen* schreiben Städte.“ gelesen haben, erscheint in dieser Episode das Gespräch über die Anthologie und das weibliche Flanieren.

Zoom-Gespräch über die Flâneuse für die Podcast-Aufnahme mit Özlem Özgül Dündar (unten links) und Lea Sauer (unten rechts) .

Die Sammlung, die sie gemeinsam mit Mia Göhring und Ronya Othmann herausgegeben haben, ist 2019 im Verbrecherverlag erschienen. Sie enthält insgesamt 30 Texte von 30 Autorinnen, die jeweils ganz unterschiedliche Perspektiven auf das Gehen in der Stadt und die Flâneuse entwickeln. Auch die Erfahrungen von queeren Menschen und von People of Colour gehören zu diesem neuen Konzept des Flanierens.

Lea Sauer promoviert gerade zum Thema neue Flâneur-Konzepte in der zeitgenössischen Literatur, und zwar an der Universität Siegen und an der Université Valenciennes. Lea Sauer wurde am 30. August 1987 in Siegen geboren und hat am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig studiert. Ihre Arbeiten erschienen unter anderem bei BBC Radio, im BLOCK-Magazin, WORD Magazin, bei BELLA Triste, SuKultur, ZEIT Online, in der Freitag und im Deutschlandfunk. Sie war unter anderem Stipendiatin des 20.Klagenfurter Literaturkurses und der Kulturstiftung Sachsen. In diesem Jahr ist sie Stadtschreiberin in Helsinki.

Özlem Özgül Dündar wurde 1983 in Solingen geboren. Sie studierte Literatur und Philosophie, ebenfalls am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Ihr Lyrikdebüt „gedanken zerren“ erschien 2018 im Elif Verlag. Sie erhielt für „türken, feuer“ unter anderem die Auszeichnung „Hörspiel des Jahres 2020“.  2018 wurde Özlem Özgül Dündar mit ihrem Text und ich brenne auf Vorschlag von Insa Wilke zu den Tagen der deutschsprachigen Literatur nach Klagenfurt eingeladen, wo sie mit dem Kelag-Preis ausgezeichnet wurde.

Tipps der beiden Autorinnen:

Aras Ören: Berliner Trilogie. Drei Poeme. Berlin, Verbrecher Verlag 2020.

Die Videoarbeit „present views on past streets“ von Johanna Steindorf, 2012

„Present view on past streets is an expanded video work that deals with the subjective experience of walking through an urban space that you’ve never physically been to. Using an address in San Sperate, Sardinia, as the starting point, I made a video of the tour that I took in Google Street View while still in Cologne, Germany – and without ever having been to Italy or Sardinia. As a sound layer, my own voice was recorded, commenting sensations, observations and the sounds that I would imagine to experience while walking through the actual village.“

Anneke Lubkowitz: Psychogeographie. Matthes & Seitz, Berlin, 2020.

Die erstmals 1956 von Guy Debord beschriebene Psychogeografie ist eine Methode des Gehens und der Stadterkundung, in der man sich treiben lässt, sich der Umgebung aussetzt, sie beobachtet und darüber objektive Erkenntnisse zu gewinnen versucht.  Anneke Lubkowitz versammelt in ihrer Anthologie wichtige und überwiegend erstmals auf Deutsch publizierte Grundlagentexte.

Was sich aus dieser Folge mitnehmen lässt:

• Wie die Flâneuse die Stadt anders wahrnimmt und beschreibt als der Flâneur

• Warum die Flâneuse nicht einfach das weibliche Pendant ist zum männlichen Flâneur

• Warum wir so vergleichsweise wenige Texte von Frauen kennen, die über das Gehen, Wandern und Flanieren schreiben

• Wie das Buch „Flexen. Flâneusen* schreiben Städte“ entstand. Und was das Verb Flexen bedeutet

• Warum es wichtig ist, dass Frauen in Städten Präsenz zeigen und über ihren Blick auf die Stadt berichten

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Episode 14: Bonusfolge. Lesung mit Lea Sauer und Özlem Özgül Dündar

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Lea Sauer
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Özlem Özgül Dündar
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Nicola Wessinghage

Heute gibt es eine weitere kurze Bonusfolge als Einstimmung auf die nächste Episode, die dann eine Woche später erscheinen wird: Die beiden Autorinnen und Herausgeberinnen Lea Sauer und Özlem Özgül Dündar lesen aus ihrem Buch „Flexen. Flâneusen* schreiben Städte.“, erschienen 2019 im Verbrecher Verlag. Die beiden haben das Buch gemeinsam mit Mia Göhring und Ronya Othmann herausgegeben und versammeln in der Anthologie insgesamt 30 Texte von 30 Autorinnen. Lea Sauer liest: „Eine Überlebende, Eine Zeugin, Ein Bericht.“, Özlem Özgül Dündar „Die Luders“ – also jeweils ihre eigenen Beiträge zu der Sammlung.

Die zwei Texte lassen bereits ahnen, dass das Konzept der Flâneuse weit mehr umfasst als das weibliche Pendant zur literarischen Figur. Und so waren die Autorinnen bei der Entstehung ihres Buches selbst überrascht darüber, wie vielfältig, anders und unerwartet die Beiträge waren, die als Reaktion auf ihren Aufruf von den verschiedenen Autorinnen bei ihnen eingetroffen waren.

Auf diese Lesung folgt in der nächsten Episode am 21. Mai das Gespräch mit den beiden Autorinnen – über ihr Buch, die Flâneuse, den anderen Blick auf die Stadt und über Frauen, die ihren Platz dort nehmen.

Episode 13: Mit Tilo Timmermann über Fernwanderungen und Fernweh

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Tilo Timmermann
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Nicola Wessinghage

In dieser Folge spreche ich mit dem Kommunikationsberater und Outdoor-Fan Tilo Timmermann über Wanderungen in der Ferne – und wie man mit dem Fernweh umgeht, wenn aktuell wegen Lockdown und Pandemie alle Planungen mit einem großen Fragezeichen zu versehen sind. Tilo hat sich eine besondere, produktive Methode überlegt, mit seinem Fernweh umzugehen. Er berichtet darüber in dieser Episode genauso wie über das, was die Wanderungen ihm in seinem Leben bedeuten, wie sie ihn verändert haben und wie sie ihn mit Vor- und Nacherleben das ganze Jahr begleiten.

Zu der Episode ist bereits in der Woche zuvor eine Bonusfolge erschienen. Darin liest Loubna Bouharrour einen Text aus dem Blog von Tilo Timmermann: Diese Unfassbarkeit des In-der-Welt-Seins, veröffentlicht am 5. Januar 2021.

Links:

Der Outdooractive-Account von Tilo mit den Routen seiner Wanderungen, darunter auch ein paar Planungen für die Zukunft

Tourberichte Norwegen 2020: Drei Wochen durch Ryfylkeheiane und Hardangervidda

Walker’s Haute Route, Frankreich & Schweiz 2019: Eine zweiwöchige Wanderung durch die Gipfel- und Gletscherwelt der Schweiz, Anfang Juli 2019, die „Walker‘s Haute Route“ – auf Panoramawegen entlang von Montblanc, Grand Combin, Dent Blanche und Weisshorn bis zum Matterhorn.

GTA, Piemont, 2018: Unterwegs auf der südlichen GTA; Erfahrungen von meiner dreieinhalbwöchigen Wanderung von Susa nach Menton — 10 Tipps für Fernwanderer

Gedankenwandern: Bericht im Vorfeld der Fernwanderung in Norwegen

Werner Bätzing: Die Alpen. Das Verschwinden einer Kulturlandschaft. WBG Theiss-Verlag, Darmstadt, 2018. Ein üppiger Bildband über Kultur und Landschaft in den Alpen – ein Plädoyer gegen den Skizirkus und Zersiedelung, für einen „sanften“ Tourismus. Man sieht die Berge nach der Lektüre mit ganz anderen Augen. (So die Empfehlung von Tilo Timmermann)

Was sich aus dieser Folge mitnehmen lässt:

• Wie eine Fernwanderung sich gut vorbereiten lässt

• Wie das Fernwandern das Leben grundsätzlich verändern kann

• Wie produktives Schweifen in die Ferne ein hilfreiches Mittel gegen Fernweh sein kann

• Welche positiven Effekte das Wandern in der Ferne auf das gesamte Leben hat

• Wo sich im Internet gute Anregungen zum Wandern finden lassen

Nachweis Porträtfoto Tilo Timmermann: Thomas Timmermann

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Episode 12: Bonusfolge. Ein Text über das Gehen und Wandern.

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Loubna Bouharrour
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Nicola Wessinghage

Heute gibt es eine kurze Bonusfolge: Loubna Bouharrour, regelmäßigen Hörer*innen dieses Podcasts bekannt unter anderem aus Episode 6, liest einen Text von Tilo Timmermann. Der ist Gast der nächsten Folge, und ich habe mit ihm über Fernwanderungen und Fernweh gesprochen. Das Gespräch erscheint am kommenden Freitag.

Hier ist bereits ein Text aus seinem Blog zur Einstimmung zu hören: Diese Unfassbarkeit des In-der-Welt-Seins, veröffentlicht am 5. Januar 2021. Eine gute Einstimmung auf das, worüber wir gesprochen haben, auf das also, was in der kommenden Woche erscheinen wird. Und überhaupt: ein sehr schöner Text über das Gehen und Wandern, wie ich finde.

Episode 11: Mit Roland Stimpel über das Image von Fußgänger*innen

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Roland Stimpel
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Nicola Wessinghage

Roland Stimpel ist einer der drei Ehrenamtlichen, die sich im Vorstand von Fuß e.V. engagieren, dem bundesweiten Fachverband für Fußverkehr in Deutschland. Fuß e.V. ist DER Lobbyverband, der sich für die Rechte von Fußgänger*innen im Verkehr einsetzt – und das bereits seit 1985. Roland Stimpel hat lange Zeit als Journalist gearbeitet, u.a. für Stern, Wochenpost und Wirtschaftswoche, und war bis 2017 Chefredakteur des Deutschen Architektenblatts. Schon während seines Studiums hat er sich politisch engagiert und hat in der Bürger*innenbewegung Westtangente dazu beigetragen, den Bau der Berliner Stadtautobahn zu verhindern.

Im Gespräch gehen wir der Frage nach, warum Fußgänger*innen so wenig Beachtung finden, wenn es um die Planung des Verkehrs geht, warum in der Verkehrspolitik bis heute der Geist der ersten Reichs-Straßenverkehrsordnung weht, in der festgelegt wurde: „Der Langsame hat auf den Schnelleren Rücksicht zu nehmen.“

Fuß e.V. kämpft für mehr Raum und mehr Rechte für Fußgänger*innen. Aktuell, so scheint es, hat die Pandemie der Arbeit des Vereins Vorschub geleistet. Roland Stimpel berichtet im Podcast, wie seine Vision aussieht und was für ihn erste Anzeichen dafür sind, dass Fußgänger*innen bei der Planung des Verkehrs bald mehr berücksichtigt werden als bislang. 

Links und Buchtipps:

Website Roland Stimpel

Website Fuß e.V

Untersuchung zu Pressemeldungen der Polizei über Unfälle mit Fußgänger*innen, Berichterstattung im Tagesspiegel: Wie Polizeimeldungen Autounfälle verharmlosen; 20. Januar 2020 

Bertram Weisshaar: Einfach losgehen. Vom Spazieren, Streunen, Wandern und vom Denkengehen. Bastei-Lübbe, Köln, 2018.



Was sich aus dieser Folge mitnehmen lässt:

• Ein Einblick in die Arbeit von Fuß e.V.

• Eine Einschätzung des ersten Fußgänger*innengesetzes, das im Januar 2021 in Berlin verabschiedet wurde.

• Eine Erklärung, warum Fußgänger*innen bei der Verkehrsplanung so lange keine Rolle gespielt haben.

• Eine Vision, wie die Verkehrsplanung aussieht, die Fußgänger*innen als gleichberechtigte Teilnehmende am Verkehr ernst nimmt.

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Episode 10: Mit Elke Schmid über Gehen als Körpersprache

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Elke Schmid

Wer die ersten Episoden dieses Podcasts schon gehört hat, kennt Elke Schmid bereits aus Episode 3. Darin habe ich mich mit ihr über ihre „École Flaneurs“ unterhalten. In dieser Folge spreche ich mit der Regisseurin und Gehtrainerin über Gehen als „Muttersprache der Körpersprache“ – und wie sich gutes Gehen trainieren lässt. Genau das können Interessierte bei Elke Schmid lernen – unter „gut gehen“ bietet sie Unternehmen, Einzelpersonen und Institutionen verschiedene Formate an, vom einstündigen Spaziergang über die Gehanalyse und das Training bis hin zu mehrteiligen Impulsworkshops in Unternehmen.

„gut gehen“ – das bedeutet für Elke Schmid aus der Körpermitte bewegter zu gehen: „Die körpereigenen Achsen werden mobilisiert und in den Bewegungsablauf integriert. Das Gehen wird dadurch leichter und die Körpersprache authentisch, selbstbewusst und präsent.“

Buchtipps von Elke:

Detlev Ganten: Die Steinzeit steckt uns in den Knochen. Gesundheit als Erbe der Evolution. Piper Verlag, 2011.

Elisabeth Hör-Bogacz: Gehen ein leichtfüßiges Glück. München, Integral Verlag, 2016.

Hartmut Rosa: Beschleunigung und Entfremdung. Suhrkamp Verlag, 2014.

Was sich aus dieser Folge mitnehmen lässt:

• Wie Gehen als Körpersprache funktioniert.

• Wie sich gutes Gehen trainieren lässt.

• Wie ein Gehtraining abläuft.

• Für wen ein Gehtraining sinnvoll ist.

• Was ein Gehtraining dem einzelnen Menschen bringt.

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Episode 9: Mit Anette Göttlicher über den 100-km-Marsch

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Anette Göttlicher
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Nicola Wessinghage

Anette Göttlicher, geboren 1975, ist Münchnerin, hat zwei Kinder und arbeitet freiberuflich als Online-Redakteurin, Autorin, Fotografin und Fotocoach. Sie hat bereits sieben Romane geschrieben, der achte ist nun nach zehnjähriger Pause in Planung.

Anette Göttlicher

Anette ist schon immer gerne zu Fuß gegangen, als Kind und Jugendliche „musste“ sie noch jedes Wochenende mit ihren Eltern Spaziergänge auf dem Land machen. Lust hatte sie dazu nie gehabt, der Spaß kam dann aber jedes Mal beim Wandern. Sie mag Gehen lieber als Joggen, weil sie mehr sieht und erlebt – als Fotografin hat sie ein Faible für Details. Sie träumt von einer Fernwanderung, vielleicht sogar mit ihren Kindern (neun und zwölf Jahre alt).

Auch beruflich ist sie gehend unterwegs: Ihre Foto-Coachings sind Spaziergänge, ob mit der Kamera oder dem Smartphone, das nennt sie dann „InstaSchlendern“.

2018 hatte Anette die recht spontane Idee, sich am Mega-Marsch zu beteiligen und in einer vorgegebenen Zeit von 24 Stunden 100 Kilometer zu gehen – am Stück und über Nacht. Ob sie es geschafft hat, was sie durchlebt hat, was ihr die Teilnahme gebracht hat und was sie anderen empfiehlt, die auf ähnliche Ideen kommen – darüber berichtet Anette in diesem Gespräch.

Links:

Website Megamarsch – Anbieter von verschiedenen Märschen

Facebook-Gruppe Megamarsch

Mammutmarsch – weiterer Anbieter

Diverse Gruppen bei Facebook für verschiedene Regionen

Ostseeweg – lange Märsche an der Ostsee

Kritische Betrachtung von Megawanderungen als Event im Rastlos-Wanderblog von Timo, 6. April 2017

Buchtipp von Anette: Cheryl Strayed: Wild: A Journey from Lost to Found
(Der große Trip: Tausend Meilen durch die Wildnis zu mir selbst). New York, Random House, 2012. Bericht über eine Solowanderung am Pacific Crest Trail (1.600 km)

Was sich aus dieser Folge mitnehmen lässt:

• Wie man sich auf einen 100-km-Marsch vorbereitet

• Was wichtig ist für die Ausrüstung

• Was man vorab abklären sollte

• Was die besonderen Herausforderungen einer solch extremen Wanderung sind

• Was es für die eigene Persönlichkeit bedeutet

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Episode 8: Mit Wibke Ladwig über Gehen und Kreativität

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Wibke Ladwig
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Nicola Wessinghage

„Ich trete vor die Tür“ – so beginnen viele Texte im Blog von Wibke Ladwig, im Netz auch bekannt als @sinnundverstand. Sie eröffnet damit ihre anschaulichen und anregenden Beschreibungen ihres Gangs „ins Heimbüro“.

Wibke Ladwig ist Autorin, Moderatorin, gelernte Buchhändlerin und war eine der ersten Online Manager*innen in Verlagen. Sie gehört dem Kollektiv für Kreativitätscoaching und Kulturevents „Die Herbergsmütter“ an und entwickelt Formate für die Vermittlung von Kunst und Kultur im digitalen Raum. In Workshops und Coachings, bei denen die Teilnehmenden auch gehen dürfen, hilft sie anderen, im digitalen Raum zu leben, zu arbeiten und die eigene Positionierung zu finden.

Seit einigen Jahren arbeitet Wibke solo-selbständig zu Hause – und deshalb führt sie ihr Weg ins Heimbüro genau dorthin, wo sie gestartet ist. Was auf dem einstündigen Gang durch das Kölner Agnesviertel alles geschieht, warum sie die Spaziergänge auf keinen Fall mehr missen möchte und wie das Gehen ihre kreative Arbeit verändert hat – all das erzählt Wibke in dieser Folge.

Wir sprechen über die Herausforderung, kreativ zu sein – und dass das am besten gelingt, wenn man genau diesen Anspruch erst einmal vergisst. Am Ende gibt es dann doch ein paar Tipps: zum Lesen und zum Ausprobieren.

Links:

Website von Wibke Ladwig

Tumblr-Blog von Wibke Ladwig (bis Januar 2020)

Die Herbergsmütter | Kollektiv für Kreativitätscoaching und Kulturevents

Direkt zu den Texten „Zu Fuß ins Heimbüro“ im Blog von Wibke

Hashtags #CoronaWanderreise und #Heimbüro und #Heimbürokantine

„Was-denkst-du-denn“-Podcast von Nora Hespers und Rita Molzberger, Episode 87: „Zweckfreie Fußwanderungen“.

Gedankenschach-Podcast von Déjan und Philippe Wampfler, Folge 13 mit Wibke Ladwig: Hashtags Gemeinschaft und Inspiration

Bild des Wissenschaftlers und Verkehrsexperten Hermann Knoflacher mit seinem „Gehzeug“ beim Instagram-Account dieses Podcasts @lob_des_gehens

Lucius Burckhardt: Warum ist Landschaft schön?
Die Spaziergangswissenschaft
.
Martin Schmitz Verlag 2016.

Mason CurreyMusenküsse. Die täglichen Rituale berühmter Künstler 
Kein und Aber, Zürich, 2014. (E-Book)

Karin Sagner: Frauen auf eigenen Füßen, Insel Taschenbuch-Verlag Berlin 2019 (Link direkt zur Leseprobe)

Özlem Özgül Dündar, Mia Göhring, Ronya Othmann und Lea Sauer (Hrsg): Flexen. Flaneusen schreiben Städte. Verbrecher Verlag, Berlin 2019.

The Ministry of Silly Walks

Bericht über die Intervention: „Den Schuh ziehen“: Eine Wiederholung der Wiederholung der Kunstaktion von Allan Kaprow; weiterer Bericht über die Aktion bei „Dortmunder-U“

Was sich aus dieser Folge mitnehmen lässt:

• Warum Gehen die Kreativität beflügelt

• Wie ein Gang am Morgen eines Arbeitstages den Kopf freimacht

• Wie Gehen zur Methode der Wahrnehmung und für kreative Arbeit wird

• Wie wir gehend in der Gruppe kreativ sein können

• Warum wir uns beim Gehen gar nichts vornehmen sollten – vor allem nicht, kreativ zu sein

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