Episode 10: Mit Elke Schmid über Gehen als Körpersprache

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Nicola Wessinghage
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Elke Schmid

Wer die ersten Episoden dieses Podcasts schon gehört hat, kennt Elke Schmid bereits aus Episode 3. Darin habe ich mich mit ihr über ihre “École Flaneurs” unterhalten. In dieser Folge spreche ich mit der Regisseurin und Gehtrainerin über Gehen als “Muttersprache der Körpersprache” – und wie sich gutes Gehen trainieren lässt. Genau das können Interessierte bei Elke Schmid lernen – unter “gut gehen” bietet sie Unternehmen, Einzelpersonen und Institutionen verschiedene Formate an, vom einstündigen Spaziergang über die Gehanalyse und das Training bis hin zu mehrteiligen Impulsworkshops in Unternehmen.

“gut gehen” – das bedeutet für Elke Schmid aus der Körpermitte bewegter zu gehen: “Die körpereigenen Achsen werden mobilisiert und in den Bewegungsablauf integriert. Das Gehen wird dadurch leichter und die Körpersprache authentisch, selbstbewusst und präsent.”

Buchtipps von Elke:

Detlev Ganten: Die Steinzeit steckt uns in den Knochen. Gesundheit als Erbe der Evolution. Piper Verlag, 2011.

Elisabeth Hör-Bogacz: Gehen ein leichtfüßiges Glück. München, Integral Verlag, 2016.

Hartmut Rosa: Beschleunigung und Entfremdung. Suhrkamp Verlag, 2014.

Was sich aus dieser Folge mitnehmen lässt:

• Wie Gehen als Körpersprache funktioniert.

• Wie sich gutes Gehen trainieren lässt.

• Wie ein Gehtraining abläuft.

• Für wen ein Gehtraining sinnvoll ist.

• Was ein Gehtraining dem einzelnen Menschen bringt.

Weitere Informationen zum Podcast “Lob des Gehens” und Hinweise auf weitere Podcasts, Bücher und Links zum Thema Gehen auf der Website: www.lob-des-gehens.de

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Musik: “Walking Dub” von Mastermind XS aus Saarbrücken von ihrem Album “Keep on moving”, erschienen unter der Creative-Commons-Lizenz 4.0 (CC BY-NC-ND 4.0).

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Episode 9: Mit Anette Göttlicher über den 100-km-Marsch

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Anette Göttlicher
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Nicola Wessinghage

Anette Göttlicher, geboren 1975, ist Münchnerin, hat zwei Kinder und arbeitet freiberuflich als Online-Redakteurin, Autorin, Fotografin und Fotocoach. Sie hat bereits sieben Romane geschrieben, der achte ist nun nach zehnjähriger Pause in Planung.

Anette Göttlicher

Anette ist schon immer gerne zu Fuß gegangen, als Kind und Jugendliche „musste” sie noch jedes Wochenende mit ihren Eltern Spaziergänge auf dem Land machen. Lust hatte sie dazu nie gehabt, der Spaß kam dann aber jedes Mal beim Wandern. Sie mag Gehen lieber als Joggen, weil sie mehr sieht und erlebt – als Fotografin hat sie ein Faible für Details. Sie träumt von einer Fernwanderung, vielleicht sogar mit ihren Kindern (neun und zwölf Jahre alt).

Auch beruflich ist sie gehend unterwegs: Ihre Foto-Coachings sind Spaziergänge, ob mit der Kamera oder dem Smartphone, das nennt sie dann „InstaSchlendern”.

2018 hatte Anette die recht spontane Idee, sich am Mega-Marsch zu beteiligen und in einer vorgegebenen Zeit von 24 Stunden 100 Kilometer zu gehen – am Stück und über Nacht. Ob sie es geschafft hat, was sie durchlebt hat, was ihr die Teilnahme gebracht hat und was sie anderen empfiehlt, die auf ähnliche Ideen kommen – darüber berichtet Anette in diesem Gespräch.

Links:

Website Megamarsch – Anbieter von verschiedenen Märschen

Facebook-Gruppe Megamarsch

Mammutmarsch – weiterer Anbieter

Diverse Gruppen bei Facebook für verschiedene Regionen

Ostseeweg – lange Märsche an der Ostsee

Kritische Betrachtung von Megawanderungen als Event im Rastlos-Wanderblog von Timo, 6. April 2017

Buchtipp von Anette: Cheryl Strayed: Wild: A Journey from Lost to Found
(Der große Trip: Tausend Meilen durch die Wildnis zu mir selbst). New York, Random House, 2012. Bericht über eine Solowanderung am Pacific Crest Trail (1.600 km)

Was sich aus dieser Folge mitnehmen lässt:

• Wie man sich auf einen 100-km-Marsch vorbereitet

• Was wichtig ist für die Ausrüstung

• Was man vorab abklären sollte

• Was die besonderen Herausforderungen einer solch extremen Wanderung sind

• Was es für die eigene Persönlichkeit bedeutet

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Episode 8: Mit Wibke Ladwig über Gehen und Kreativität

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Wibke Ladwig
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“Ich trete vor die Tür” – so beginnen viele Texte im Blog von Wibke Ladwig, im Netz auch bekannt als @sinnundverstand. Sie eröffnet damit ihre anschaulichen und anregenden Beschreibungen ihres Gangs “ins Heimbüro”.

Wibke Ladwig ist Autorin, Moderatorin, gelernte Buchhändlerin und war eine der ersten Online Manager*innen in Verlagen. Sie gehört dem Kollektiv für Kreativitätscoaching und Kulturevents “Die Herbergsmütter” an und entwickelt Formate für die Vermittlung von Kunst und Kultur im digitalen Raum. In Workshops und Coachings, bei denen die Teilnehmenden auch gehen dürfen, hilft sie anderen, im digitalen Raum zu leben, zu arbeiten und die eigene Positionierung zu finden.

Seit einigen Jahren arbeitet Wibke solo-selbständig zu Hause – und deshalb führt sie ihr Weg ins Heimbüro genau dorthin, wo sie gestartet ist. Was auf dem einstündigen Gang durch das Kölner Agnesviertel alles geschieht, warum sie die Spaziergänge auf keinen Fall mehr missen möchte und wie das Gehen ihre kreative Arbeit verändert hat – all das erzählt Wibke in dieser Folge.

Wir sprechen über die Herausforderung, kreativ zu sein – und dass das am besten gelingt, wenn man genau diesen Anspruch erst einmal vergisst. Am Ende gibt es dann doch ein paar Tipps: zum Lesen und zum Ausprobieren.

Links:

Website von Wibke Ladwig

Tumblr-Blog von Wibke Ladwig (bis Januar 2020)

Die Herbergsmütter | Kollektiv für Kreativitätscoaching und Kulturevents

Direkt zu den Texten “Zu Fuß ins Heimbüro” im Blog von Wibke

Hashtags #CoronaWanderreise und #Heimbüro und #Heimbürokantine

“Was-denkst-du-denn”-Podcast von Nora Hespers und Rita Molzberger, Episode 87: “Zweckfreie Fußwanderungen”.

Gedankenschach-Podcast von Déjan und Philippe Wampfler, Folge 13 mit Wibke Ladwig: Hashtags Gemeinschaft und Inspiration

Bild des Wissenschaftlers und Verkehrsexperten Hermann Knoflacher mit seinem “Gehzeug” beim Instagram-Account dieses Podcasts @lob_des_gehens

Lucius Burckhardt: Warum ist Landschaft schön?
Die Spaziergangswissenschaft
.
Martin Schmitz Verlag 2016.

Mason CurreyMusenküsse. Die täglichen Rituale berühmter Künstler 
Kein und Aber, Zürich, 2014. (E-Book)

Karin Sagner: Frauen auf eigenen Füßen, Insel Taschenbuch-Verlag Berlin 2019 (Link direkt zur Leseprobe)

Özlem Özgül Dündar, Mia Göhring, Ronya Othmann und Lea Sauer (Hrsg): Flexen. Flaneusen schreiben Städte. Verbrecher Verlag, Berlin 2019.

The Ministry of Silly Walks

Bericht über die Intervention: “Den Schuh ziehen”: Eine Wiederholung der Wiederholung der Kunstaktion von Allan Kaprow; weiterer Bericht über die Aktion bei “Dortmunder-U”

Was sich aus dieser Folge mitnehmen lässt:

• Warum Gehen die Kreativität beflügelt

• Wie ein Gang am Morgen eines Arbeitstages den Kopf freimacht

• Wie Gehen zur Methode der Wahrnehmung und für kreative Arbeit wird

• Wie wir gehend in der Gruppe kreativ sein können

• Warum wir uns beim Gehen gar nichts vornehmen sollten – vor allem nicht, kreativ zu sein

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Episode 7: Mit Gerd Kempermann über Gehirn und Bewegung

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Gerd Kempermann
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Gehirnaktivität und Bewegung – dass es da einen Zusammenhang geben muss, scheint unumstritten. Menschen, die kreativ sind, berichten, dass ihnen beim Gehen die besten Gedanken und Ideen kommen. Vokabeln und Texte können viele besser im Gehen lernen. Intensive Gespräche lassen sich gut im Gehen führen, und viele entdecken neue Perspektiven, wenn sie beim Gehen über Probleme nachdenken.

Prof. Dr. Gerd Kempermann arbeitet am Forschungszentrum für Regenerative Therapien an der TU Dresden und ist Sprecher des Dresdner Standorts des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE). Er hat im Team mit anderen Forschenden herausgefunden, dass Bewegung und gleichzeitige Anreize (“intellektuelle Stimuli”) die Bildung von neuen Nervenzellen im erwachsenen Gehirn anregen können. Unser Gehirn ist für Bewegung geschaffen – und Bewegung ist gut für unser Gehirn.

Im Gespräch mit Gerd Kempermann geht es um seine grundlegende Entdeckung: die Bildung von Nervenzellen im erwachsenen Gehirn (adulte Neurogenese) im Hippocampus. Wir sprechen darüber, wie es damit zusammenhängt und sich biologisch erklären lässt, dass Gehen so positive Auswirkungen auf die Gehirnaktivität hat. Gerd Kempermann erklärt Phänomene, die wir alle im Alltag beobachten können: Wie kommt es, dass ein bestimmter Rhythmus beim Gehen besonders aktivierend wirkt? Warum erinnern wir uns an bestimmte Inhalte, wenn wir an bestimmten Orten sind? Wie kann uns regelmäßige Bewegung gekoppelt mit einer reizreichen Umgebung vor Demenzerkrankungen schützen – und wo liegen die Grenzen dessen, was wir damit erreichen können?

Links:

Prof. Dr. Gerd Kempermann an der TU Dresden – Profilseite

Prof. Dr. Gerd Kempermann, Sprecher des Dresdner Standorts des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen – Profilseite

It’s a superpower: how walking makes us healthier, happier and brainier. Artikel über den Neurobiologen Shane O’ Mara im Guardian, von Amy Fleming, 28.7.2019

Studie zu Londoner Taxifahrern, Originalquelle

“Wieso Londons Taxifahrer mehr graue Zellen haben” – Bericht über die Studie zu Londoner Taxifahrern auf Spiegel.de vom 9.12.2011

Studie zur Untersuchung der Wirkung von Gehen auf kreative Leistungen, Originalquelle im Journal of Experimental Psychology: Learning, Memory, and Cognition, 40(4)

Bericht über die Studie zur Untersuchung der Wirkung von Gehen auf kreative Leistungen von Nadja Podbregar auf wissenschaft.de, 25. April 2014

Tipps zum Lesen und Hören:

Gerd Kemperman: Die Revolution im Kopf. Wie neue Nervenzellen unser Gehirn ein Leben lang jung halten. Droemer 2016.

Hirn und HeinrichPodcast des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), Episode 2 mit Prof. Dr. Gerd Kempermann

Campus Talks, BR, von Alpha (ARD Bildungskanal): Prof. Dr. med. Gerd Kempermann: Bewegtes Gehirn — glücklicher Mensch? 16.11.2020

Johann Gottfried Seume – Spaziergang nach Syrakus im Jahre 1802. Deutscher Taschenbuch Verlag 1997.

Thomas Bernhard – Gehen. Suhrkamp Verlag 1971

Was sich aus dieser Folge mitnehmen lässt:

• Wie das Gehirn an besonderen Stellen neue Nervenzellen bildet – und die Erkenntnis, dass Bewegung und besondere Anreize diese Neubildung fördern

• Warum gleichmäßig, zügiges Gehen für die Gehirnaktivität gut ist.

• Wie sich das Gehirn verändert, wenn wir gehen.

• Warum Gehen vor Demenz schützen kann.

• Wo die Grenzen der positiven Beeinflussung der Gehirnaktivitäten liegen.

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Episode 6: Mit Loubna Bouharrour über einen Unfall mit Folgen

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Loubna Bouharrour
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Am Heiligabend 2018 wollte Loubna tagsüber noch schnell etwas besorgen, setzte sich auf ihr Fahrrad und fuhr los. Strahlender Himmel – ein Sonnenstrahl blendete sie. Der dann folgende, kurze Moment war entscheidend dafür, dass nicht nur der Abend ganz anders verlief als geplant. Nur einige Sekunden veränderten das Leben von Loubna so nachhaltig, dass sie heute noch von den Folgen betroffen ist.

Loubna Bouharrour

Wir sprechen in dieser Episode über das Nicht-gehen-Können, über Gehen mit Einschränkungen, darüber wie es ist, das Gehen neu zu lernen, und über den Umgang mit Schicksalsschlägen. Loubna erzählt, wie sie mit dem Unfall und seinen Folgen umgegangen ist, was ihr geholfen hat und wie sie heute darauf zurückblickt.

Sieht aus wie der Inhalt einer Werkzeugkiste, ist aber die Übersicht all dessen, was mit der zweiten OP aus dem Bein von Loubna wieder entfernt wurde.

Am Ende der Episode gibt es noch eine besondere Musikeinlage zum Jahresende. Bernd Begemann, Sänger, Entertainer der Hamburger Musikszene mit Kultstatus und Pionier der “Hamburger Schule”, hat kurz vor Weihnachten einen grandiosen Song geschrieben: Mit “Nach dieser dunklen Zeit” schenkt er uns in diesen schweren Monaten einen kleinen Lichtblick der Hoffnung. Und er dankt all denen, die uns bislang geholfen haben, die die Last dieses Jahres vor allem getragen haben – Menschen, die in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen arbeiten.

Im Video zum Song hat Loubna am Ende einen kleinen Gastauftritt: Das Tanzen funktioniert knapp zwei Jahre nach dem Unfall schon wieder recht gut!

Bernd Begemann: “Nach dieser dunklen Zeit” 

Mit dem Song geht es in eine kleine Weihnachtspause, die nächste Episode erscheint am Freitag, 14. Januar 2021.

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Musik: “Walking Dub” von Mastermind XS aus Saarbrücken von ihrem Album “Keep on moving”, erschienen unter der Creative-Commons-Lizenz 4.0 (CC BY-NC-ND 4.0).
“Nach dieser dunklen Zeit” von Bernd Begemann. Alle Rechte beim Künstler.

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Episode 5: Mit Christian Möller über Interviews im Gehen

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Nicola Wessinghage
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Christian Möller

Seit Anfang 2016 erscheint im Podcast-Label Viertausendhertz der Podcast “Durch die Gegend”. Christian Möller, freier Journalist, Radiomoderator und Podcaster, verabredet sich dafür mit prominenten Kulturschaffenden und Politiker*innen zum Spazierengehen und spricht mit ihnen über ihre Arbeit und ihr Leben. Unter anderem waren schon Judith Holofernes, Juli Zeh, Heinz Strunk, Hazel Brugger, Jan Müller von Tocotronic und Katja Kipping zu Gast. Die Route bestimmen die Gäste. Das macht den besonderen Reiz der Unterhaltungen aus und bestimmt auch den Verlauf der Gespräche.

Christian erzählt in dieser Episode, wie er auf die Idee zu “Durch die Gegend” gekommen ist, wie das Setting aussieht und was die besonderen Herausforderungen sind.

Wir sprechen auch über das Spazierengehen allgemein – mit Podcast oder Musik auf den Ohren – oder ganz ohne irgendwelche Begleitungen.

Links:

Website zum “Durch-die-Gegend”-Podcast

Podcastkritik “Durch die Gegend” im Inkladde-Blog

“Durch-die-Gegend”-Podcast-Episode mit David Wagner

“Durch-die-Gegend”-Podcast-Episode mit Peter Warwerzinek

“Durch-die-Gegend”-Podcast-Episode mit Katja Oskamp

“Durch-die-Gegend”-Podcast-Episode mit Monchi von Feine Sahne Fischfilet

Deutschlandrundfahrt-Podcast von Deutschlandfunk Kultur (eingestellt)

Was sich aus dieser Folge mitnehmen lässt:

• Wie der Podcast “Durch die Gegend” entsteht

• Warum Podcasts sich als gute Begleitung für Spaziergänge eignen

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Episode 4: Mit Bettina Kunst und Berthold Eckebrecht über “walkable cities”

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Bettina Kunst
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Berthold Eckebrecht
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In dieser Folge spreche ich mit der Architektin Bettina Kunst und dem Landschaftsarchitekten Berthold Eckebrecht darüber, was eine Stadt zu einer “walkable city” macht – zu einer Stadt , in der wir gerne zu Fuß unterwegs sind.

Bettina Kunst hat Architektur an der Technischen Universität Braunschweig studiert und leitet mit ihrem Mann das Architekturbüro Kunst + Herbert, Büro für Forschung und Hausbau  in Hamburg. Bettina hat an verschiedenen Hochschulen gelehrt und ist seit 2019 Vorsitzende des Arbeitskreises Stadtentwicklung der Architektenkammer Hamburg, außerdem Mitglied des Gestaltungsbeirats Eckernförde. 

Berthold Eckebrecht ist ausgebildeter Gärtner, er hat Landschaftsplanung an der TU Berlin studiert und arbeitet heute als Landschaftsarchitekt in Hamburg. Zusätzlich engagiert er sich als stellvertretender Vorstand der Landesgruppe Hamburg des Bundes deutscher Landschaftsarchitekten und als stellvertretender Präsident der Architektenkammer Hamburg.

Die beiden berichten von einem Zukunftsworkshop der Architektenkammer Hamburg, in dem sich unter anderem eine Arbeitsgemeinschaft “Stadt zu Fuß” gebildet hatte.

Wir unterhalten uns darüber, wie Städte heute geplant werden, welche Rolle dabei die Fußgänger*innen und ihrer Bedürfnisse spielen, wie die Corona-Epidemie die Anforderungen an die Stadt verändert hat. Einige Städte wie Paris, Barcelona und Wien, aber auch kleinere, wie die spanische Provinzhauptstadt Pontevedra, haben sich in den letzten Jahren viel mehr als andere an die Bedürfnisse von Fußgängerinnen und Fußgänger angepasst – wie kam es dazu, was treibt sie an und was welche Vorteile bringt ihnen das? Und was ist das Besondere der Fußgängerbrücke Luchtsingel in Rotterdam, die Bettina Kunst im Podcast als “Hymne an die Bewegung” beschreibt?

Philip Mallis from Melbourne; Foto via Wikimedia, CC-Lizenz 2.0

Fotogalerie: Die Luchtsingel-Brücke in Rotterdam – wunderschöne weitere Fotos des Fotografen Ossip von Duivenbode

Links:

Zusammenfassung des Workshops „Hamburg 2050. Die Zukunft gestalten!“ der Architektenkammer Hamburg und der Hamburgischen Ingenieurkammer-Bau mit der Arbeitsgruppe “Stadt zu Fuß”

Atlas der Weite – zur Bedeutung der Weite in der Stadt: Projekt initiiert aus dem Zukunftsworkshop der Architektenkammer Hamburg

Website des Büros für Stadtplanung, Jan Gehl (Autor des Buches “Städte für Menschen”, Jovis Berlin 2015) – mit vielen Daten unter anderem zur Bewegung in Zeiten des Corona-Lockdowns in Dänemark

Bericht über Paris und die Entwicklungen der Metropole zur Stadt der Fußgänger*innen

Bericht (2018) bei Travelbook über Pontevedra, die spanische Stadt ohne Autos

Urbanes Crowdfunding: Wenn der Schwarm die Stadt rettet, Bericht auf faz.net von Katrin Groth, 30.4.2020

Pressemitteilung der Stadt Leipzig zum Start des neuen Fußgängerbeauftragten (29.1.2018)

Bericht (dpa) in Die Welt über die Fußgängerbeauftragte im Bezirk Hamburg-Mitte: Fußverkehrsbeauftragte soll Gehwegbau koordinieren, 8.10.2020

Bericht über smarte Fliesen auf Fußwegen, auf denen jeder Schritt Energie erzeugt

“Cities Alive – Towards a Walking World” – Bericht des Büros Arup mit 50 Vorteilen der “walkable cities” und 80 Projekten aus aller Welt

Walkscore – Tool, um online die Fußgängerfreundlichkeit des eigenen Quartiers bemessen

Was sich aus dieser Folge mitnehmen lässt:

• Was macht eine Stadt “walkable”, also fußgängerfreundlich?

• Wie lassen sich Städte fußgängerfreundlich planen?

• Was macht die Luchtsingel-Brücke in Rotterdam nahezu zu einem Wahrzeichen für die Fußgänger*innen in der Stadt und was bedeutet es, dass sie zum Teil über ein Crowdfunding finanziert worden ist?

• Welche Städte wir uns genauer ansehen sollten, wenn es um walkability geht.

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Episode 3: Mit Elke Schmid über das Flanieren

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Elke Schmid
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Loubna Bouharrour
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Nicola Wessinghage

In dieser Episode geht es um die Kunst des Gehens. Elke Schmid ist Regisseurin und arbeitet seit 1995 als Trainerin für Schauspiel und die Kunst des Gehens in Berlin. Ihr Angebot nennt sie gut gehen.

Zusammen mit dem Performer, Dramaturgen und Philosophen Thomas Schütt hat Elke in Berlin die ÉCOLEFLÂNEURS gegründet, ein Label, mit dem sie Menschen einladen, die Stadt in besonderer Weise gehend wahrzunehmen und zu erleben.

Wir sprechen in dieser Folge über Elkes Werdegang, warum sie schon in ihrer Ausbildung einen Fokus auf das Gehen gelegt hat und welche Idee hinter ihrer gemeinsam mit Thomas Schütt gegründeten ÉCOLEFLÂNEURS steht. Elke berichtet, welche Menschen das Angebot wahrnehmen und wie diese es in der Gruppe erleben. Wir sprechen über die Figur des historischen Flaneurs, was von dem Konzept in die ÉCOLEFLÂNEURS eingeflossen ist und was heute anders ist. Die Schildkröte ist – neben den roten Stöcken – das Symbol der ÉCOLEFLÂNEURS – Elke erklärt, warum sie beides gewählt haben und warum die Schildkröte Dynamit auf ihrem Panzer trägt.

Grafik: Aaron A. Arnoldt / ÉCOLEFLÂNEURS

Eigentlich ist die ÉCOLEFLÂNEURS ein Format, das man für den Lockdown hätte erfinden können. Die Teilnehmenden sind draußen unterwegs, mit den Stöcken ist Abstand gesichert und auch Masken sind kein Problem, wie die beiden zeigen.

ÉCOLEFLÂNEURS/Elke Schmid & Thomas Schütt 2020.

Wer sich über aktuelle Termine auf dem Laufenden halten wird, besucht die Website oder folgt dem Instagram-Kanal.

Weil wir uns so viel zu sagen hatten, habe ich gleich zwei Folgen aus unserem Gespräch mitgebracht und werde noch eine weitere Folge mit Elke Schmid über ihr Training für sicheres und gesundes Auftreten veröffentlichen.  Coming soon.

Am Ende der Episode berichte ich von einem kleinen Eigenversuch des Flanierens – alleine an der Elbe.

Loubna liest Auszüge einer Anleitung für das Flanieren, die ich im Litlog-Online-Magazin der Georg-August-Universität Göttingen (Seminar für Deutsche Philologie) gefunden habe: “Flanieren heute” heißt der Text und wurde von Freya Morisse im Jahr 2018 bei Litlog veröffentlicht.

Was sich aus dieser Folge mitnehmen lässt:

• wie Flanieren zum Überlebenstraining in der Stadt wird

• warum die Schildkröte das Tier der Flanierenden ist

• was Flanieren vom Spazierengehen und Wandern unterscheidet

• warum Funktionskleidung und Flanieren nicht so recht zusammenpassen

Buch- und Linktipps von Elke Schmid:

Lauren Elkin: Flaneuse. Frauen erobern die Stadt – in Paris, New York, Tokio, Venedig und London. Deutschsprachige Ausgabe btb Verlag, 2018.

Hartmut Rosa: Beschleunigung und Entfremdung, Suhrkamp 2014.

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Episode 2: Mit Dirk von Gehlen über Laufen und Gehen

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Dirk von Gehlen

Mit Dirk von Gehlen, Journalist, Autor und Vortragsredner, spreche ich in dieser Folge über das Laufen und Gehen. Die Episode erscheint außerplanmäßig schon eine Woche nach der letzten Veröffentlichung, weil es einen aktuellen Aufhänger gibt.

Dirk hat mit einem Team der Süddeutschen Zeitung im Mai dieses Jahres den #Minutenmarathon ins Leben gerufen. Die Aktion richtet sich an Laufanfänger*innen. Sie können damit den Einstieg in den Sport finden: Mit einem Trainingsplan und informiert sowie motiviert über einen regelmäßigen Newsletter sind sie nach einer gewissen Zeit in der Lage, 42,195 Minuten am Stück zu laufen.

Am Sonntag, den 8. November, also zwei Tage nach der Veröffentlichung dieser Folge, startet die “Weihnachtsedition” des Minutenmarathons – der Minutenmarathonstreak. Jeden Tag mindestens 1,6 km am Stück laufen, 42 Tage lang, bis Weihnachten lautet diesmal das Ziel.

Die Strecke lässt sich natürlich auch gehen. Es sind also auch die Menschen aufgerufen mitzumachen, die aus unterschiedlichen Gründen nicht laufen können oder wollen, aber das Bedürfnis teilen, das Hintergrund für diese aktuelle Variante des Minutenmarathons ist: dem Trübsinn des Novembers und der Belastung durch den Lockdown etwas entgegenzusetzen.

Wir sprechen darüber, welche Bereicherung es für uns bedeutet, regelmäßig zu laufen oder zu gehen, und was uns motiviert, uns immer wieder aufzumachen.

Aufruf zum Minutenmarathonstreak in der Süddeutschen Zeitung: “Dem Lockdown davonlaufen”.

Die App, die wir als Familie zum Schrittezählen nutzen: Withings Health Mate.

Leseempfehlungen von Dirk:

James Clear: “Atomic Habits” – an easy and proven way to build good habits and break bad ones; Randomhouse, New York, 2018 (Website zum Buch); dazu der Newsletter von James Clear

Newsletter-Folge, in der Dirk das Einmal-ist-keinmal-Prinzip erklärt

Tim Harford “Trial and Error” und die Idee des God-Komplex

Simon Sinek und das Buch “Unendliches Spiel” behandelt die Frage wie hoch man die Ziele setzen soll. Das ist das Thema dieser Newsletter-Folge

Podcastempfehlung:

Als Podcast empfiehlt Dirk Checks & Balances von The Economist. Hier beschreibt er, was er daran schätzt.

Was sich aus dieser Folge mitnehmen lässt:

Wie wir von einem gemeinschaftlichen Erlebnis profitieren können, auch wenn wir alleine laufen oder gehen

Warum Gehen und Laufen Geschwister sind

Wie wir den negativen Auswirkungen des Teil-Lockdowns ein Schnippchen schlagen

Warum Rituale wichtig sind

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Episode 1: Mit Janina Berg über gesundes Gehen

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Janina Berg

In dieser Episode spreche ich mit der Physiotherapeutin Janina Berg über das, was für unser Gehen grundlegend wichtig ist: gesunde Füße.

Janina Berg hat eine Praxis im Süden Hamburgs und arbeitet seit vielen Jahren mit der Methode der Spiraldynamik – was genau sich dahinter verbirgt, erklärt sie im Gespräch.

Ihr Ansatz: Sie möchte, dass ihre Patient*innen das gesunde Gehen verstehen – um dann selbst Veränderungen umsetzen zu können, mit denen sich zum Beispiel Fehlstellungen korrigieren lassen.

Was sich aus dieser Folge mitnehmen lässt:

  • eine erste Vorstellung der Spiraldynamik – und damit ein besseres Verständnis davon, wie Bewegung in unserem Körper funktioniert
  • einige Anregungen dazu, was Füßen gut tut und warum es sich lohnt, sich auch um gesunde Füße zu kümmern
  • ein Bewusstsein dafür, warum es so wichtig ist, das Gehen zu verstehen
  • die Antwort auf die Frage, ob es gesund ist, 100 km am Stück zu gehen

Buchtipps:

Dr. Christian Larsen: Gut zu Fuß ein Leben lang. Trainieren statt operieren: Die besten Übungen aus der Spiraldynamik. TRIAS; 5. Auflage, 2019

Renate Lauper, Christian Larsen: Spiraldynamik. Achtsame Körperhaltung. Liegen, sitzen, stehen, gehen – Die besten Übungen für ein neues Körperbewusstsein.
ViaNova Verlag; 2. Auflage, 2015

Links:

Website von Janina Berg.

Janina bei Facebook und bei Instagram.

Spiraldynamik-Übungen im Netz bei MyMedibook, auch für Läufer*innen (kostenfrei)

Weltwach-Podcast mit Christine Thürmer, nach eigenen Angaben die “meistgewanderte Frau der Welt” (Episode 68)

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