Buchtipps

David le Breton – Lob des Gehens. Matthes & Seitz Berlin, 2015. Übersetzt aus dem Französischen von Milena Adam.

„Ein Essay über das Gehen als Philosophie der Existenz, eine fuliminante Studie des menschlichen Antriebs, des Fortschreitens und Vorankommens.“

David le Breton: „Meine Absicht ist es vielmehr, vom Gehen mit Freude im Bauch zu sprechen, das die Begegnung fördert, das Gespräch, den Genuss der Zeit, die Freiheit, den Weg abzubrechen oder ihn fortzusetzen. Einladung zum Vergnügen und nicht Anleitung, es richtig zu machen; ein stiller Triumph des Denkens und des Gehens.“

Das Buch, das diesen Podcast seinen Namen gegeben hat.

Özlem Özgül Dündar, Mia Göhring, Ronya Othmann und Lea Sauer (Hrsg): Flexen. Flaneusen schreiben Städte. Verbrecher Verlag, Berlin 2019.

In 30 verschiedenen Texten werden 30 verschiedene Perspektiven auf unterschiedliche Städte sichtbar, von Paris über Berlin, Istanbul bis Mumbai und weitere Städte.
„Die Flaneuse exisitiert überall auf der Welt, und sie war immer schon da. Sie flext. Sie schreibt. Sie möchte gesehen werden. Sie lädt ein, sie auf ihren Streifzügen zu begleiten, die Städte mit ihren Augen zu sehen und selbst auf die Straße zu gehen.“

Lauren Elkin: Flaneuse. Frauen erobern die Stadt – in Paris, New York, Tokio, Venedig und London. Deutschsprachige Ausgabe btb Verlag, 2018.

Die Autorin folgt den Spuren außergewöhnlicher Frauen wie Deborah Levy, Virginia Woolf, George Sand…

Anstatt ziellos zu wandern wie der Flaneur ist das herauvorstechendste Merkmal der Flaneure, dass sie dorthin geht, wo sie nicht hingehört…

Erling Kagge: Gehen. Weiter Gehen. Eine Anleitung. Insel Verlag, Berlin, 2018.

Essay des Verlegers und Autors Erling Kagge, der in in seinen Betrachtungen Philosophen, Autor*innen und andere hinzuzieht.

Nicht zu wissen, was auf einen zukommen kann, wenn man geht, erzeugt Unsicherheit. ich glaube, das ist gesund. Die Gedanken konzentrieren sich, du bist für niemanden erreichbar. Für eine Weile vergisst du den Rest der Welt. Vergangenheit und Zukunft spielen kaum eine Rolle, solange man einen Fuß vor den anderen setzt.

Johann-Günther König: Zu Fuß. Eine Geschichte des Gehens. Reclam Taschenbuch, Stuttgart 2013.

Eine Geschichte des Buchs, die bei den ersten Gehversuchen anfängt und sich vor allem auf die Praxis des Gehens konzentriert.

Dirk Liesemer: Streifzüge durch die Nacht. Wie ich unsere Heimat neu entdeckte. Piper Verlag, München, 2020.

Ein Jahr lang hat sich Dirk Liesemer immer wieder aufgemacht, um ganz verschiedene Orte in Deutschland während der Nacht zu erkunden. Er wandert alleine und trifft auch andere Menschen, um sich mit ihnen auszutauschen: über Märchen, Astronomie, Bräuche, Vogelkunde und vieles mehr.

Shane O’Mara: Das Glück des Gehens: Was die Wissenschaft darüber weiß und warum es uns so guttut. Rowohlt, 2020.

Auch ein initiierendes Buch für diesen Podcast: O’Mara berichtet von aktuellen Erkenntnissen der Neurologie, die die positiven Effekte des Gehens wissenschaftlich erklären.

Rebecca Solnit: Wanderlust. Mattes & Seitz, Berlin, 2019.

Dass wir gehen, scheint uns so selbstverständlich, dass wir oft vergessen, welch kultureller Reichtum, wie viel zu bergendes Glück in unserer alltäglichen Fortbewegungsart liegt. Mit ihrer kulturgeschichtlichen Expedition verfasst Rebecca Solnit eine Ode an das Gehen und macht sich auf Weg, um auf Demonstrationen, Pilgerreisen, Bergwanderungen, Stadterkundungen und auf dem Laufband dem Geheimnis des aufrechten Ganges auf die Spur zu kommen. (Klappentext)

Eine umfangreiche Kulturgeschichte des Gehens, die tief eintauchen lässt – in die Geschichte, Erfahrungen der Autorin und in die verschiedenen Bedeutungen, die das Gehen für Menschen in verschiedenen Kontexten gehabt hat und hat.

Bertram Weisshaar: Einfach losgehen. Vom Spazieren, Streunen, Wandern und vom Denkengehen. Bastei-Lübbe, Köln, 2018.

Der Spaziergangsforscher Weisshaar beschäftigt sich seit Jahren mit dem Gehen und arbeitet schon seit den neunziger Jahren freiberuflich als „Spaziergangsforscher“. Sein Buch „Einfach losgehen“ motiviert, die vielen verschiedenen Gangarten auszuprobieren.